Kolossale Chose:
Henky Hentschel ist tot PDF Drucken
henky1Der in Kuba lebende deutsche Schriftsteller Henky Hentschel ist tot. Hentschel verstarb bereits am 20. August, wie erst jetzt bekannt wurde.
Henky Hentschel arbeitete als Fernsehautor für das ZDF,
unter anderem für aspekte und Impulse, den WDR und den Süddeutschen Rundfunk. Er schrieb unter anderem für den Stern, den Spiegel, die deutsche Ausgabe des Playboys, für Tempo, GEO und Merian. Beiträge von ihm erschienen auch in deutschen Tageszeitungen, so u.a. in der ZEIT, der Süddeutschen Zeitung und in DIE WOCHE.
Literarisch gehörte Henky Hentschel zur Beat-Generation. Seine Romane waren von klarer, manchmal brutaler Sprache und schonungsloser Wirklichkeitsdarstellung gekennzeichnet. Mehrfach wurde er von der Literaturkritik mit Charles Bukowski verglichen.
Bücher von ihm erschienen u.a. bei Heyne, Hoffmann und Campe, Pieper, Beltz und den Kulturmaschinen. Die Kulturmaschinen brachten dabei sein letztes erschienenes Werk heraus, den Roman „Mexikanische Rosskur - oder: am Stillen Ozean“. Zu diesem Roman war eine Fortsetzung geplant.
Große Erfolge konnte Hentschel mit dem Buch „Salsa einer Revolution“ (mit Fotos von Sven Creutzmann) (Zweitausendundeins) und „Zock: das Spiel, der Kick, der Absturz“ (Pieper und the Grüne Kraft) erzielen.

Hentschel lebte seit 1994 in Havanna. Er wurde auf dem Cementerio Cristobal Colon bestattet.

Henky Hentschel wurde 1940 in Ulm geboren, nach dem Studium von Soziologie und Ethnologie war er 1970 Mitbegründer der Antidrogenkommune „Release Heidelberg“.