Kolossale Chose:

Bartscher, Maggy

MAGGY45Maggy Bartscher wurde 1967 in Düsseldorf geboren. Sie wuchs auf in der Fremde, namentlich in Tanga (Tansania), Ankara (Türkei) und Lagos (Nigeria). In Lagos erwarb sie auch die Fahrerlaubnis Klasse III.  Sie starb im Oktober 2012.

Nach dem Abitur studierte Maggy Bartscher Rechtswissenschaften in Hamburg und Köln. Die Referendarzeit absolvierte sie überwiegend in Düsseldorf – die Wahlstation allerdings wieder in Afrika: bei der Deutschen Botschaft in Windhuk (Namibia). Das zweite Staatsexamen legte sie 1996 ab und ist seither als Justitiarin tätig, zunächst in Essen, seit 2000 in Berlin. Ihre diversen Dienstreisen führten sie in alle Ecken dieser Welt, auch wieder nach Afrika, aber vor allem in die chinesische Provinz.

Maggy Bartscher schreibt Kurzgeschichten, meist mit schwarzhumorigem Einschlag. Seit 2007 ist sie aktives Mitglied der Berliner Autorengruppe „Lunge“ (Lesungen immer am letzten Donnerstag eines Monats im Café Tasso, Berlin-Friedrichshain). Außerdem ist sie Mitbegründerin der Literaturgang „Elli unter der Dusche“.

Ihre Erzählungen wurden bislang veröffentlicht in der Zeitschrift für Literatur und Kunst „Der Mongole wartet“ sowie in der Berliner Literaturzeitschrift „Storyatella“. Zwei ihrer Geschichten wurden in der Literaturzeitschrift „Reibeisen 27/2010“ gedruckt.

Der erste Kurzgeschichtenband „Zuflucht Herrenklo“ erschien im März 2010 beim Kulturmaschinen Verlag, Berlin.

Guido Rohm über Maggy Bartscher

Wie könnte ich mir Maggy Bartscher, Autorin von „Zuflucht Herrenklo“, vorstellen?
Vielleicht so: Sie sitzt leicht angesäuselt in ihrer Berliner Wohnung, quatscht mit einer Freundin, da hört sie im Fernsehen plötzlich von einer Flutwelle, die in wenigen Minuten Berlin unter sich begraben wird.
„Warte kurz!“, brüllt sie in den Hörer, greift sich ihren Laptop, obwohl, nö, die hat keinen Laptop, die schreibt auf einer alten Reiseschreibmaschine, sie greift sich also ihre alte Reiseschreibmaschine, die sie sich auf irgendeinem bizarren Flohmarkt in Venedig gekauft hat (gehörte angeblich einem todessüchtigen Dichter, der von einer Flutwelle getötet worden sei, also Vorsicht: das Dinge hat einen Fluch in den Tasten hängen, deshalb verhaken die sich auch ständig, wo war ich …?) und schreibt schnell noch eine ihre Geschichten über eine Autorin namens Maggy Bartscher, die gleich von einer gigantischen Flutwelle überrollt wird, dabei aber noch Zeit zum Telefonieren und Schreiben findet, weil es ja immer noch Schlimmer kommen könnte. 

Zur vollständigen Rezension "Meisterstücke des Banalen"

Maggy Bartscher: Zuflucht Herrenklo
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Wo soll man Zuflucht suchen, im Konkurrenzkampf?
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