Kolossale Chose:

Bäck, Hans

hans_baeckHans Bäck wurde 1940 in eine Welt hineingeboren, die damals scheußlich war.
Und hat dann im Laufe der Jahre eine Abneigung entwickelt, die sich gegen alles richtete was Absolut, und Bestimmend und Bevormundend war.
Industriekaufmann gelernt, weitergebildet, alles Mögliche gemacht, 32 Jahre in der Industrie und 22 Jahre als Freiberufler tätig und Steuern bezahlt, Sozialversicherungsbeiträge abgeliefert. Bis zu einigen Schlüsselerlebnissen – es gibt auch ein Leben vor dem Tod!
Leben um zu arbeiten? Nein, das wäre zu germanisch! Die Arbeit kann nur die Verfeinerung oder die Verzierung der Freizeit sein!
Und irgendwann begonnen zu schreiben, zuerst einmal Zeitungsartikel, mal bissig, mal elegisch, dann Kurzgeschichten. Das eine oder andere Gedicht versucht, und bald erkannt, dass Gedichte in der deutschen Literatur das Schwerste sind, das man sich vornehmen kann.
1982 bei einem Bier (nur einem?) mit Gleichgesinnten den Literaturkreis Kapfenberg ins Leben gerufen. 1983 Herausgabe des ersten Heftes der Literaturzeitschrift „Reibeisen“, die seither jährlich einmal erscheint und inzwischen zu einer Kulturzeitschrift mutierte.
Es war unvermeidlich, dass er auch an eine größere Arbeit dachte. Viel Selbst-Erlebtes, Kapitalismus, Sozialismus, Globalisierung und vor allem Ethik in der Wirtschaft (ja, das sollte es auch geben) führten dazu. Schreiben, lesen, ausbessern, wegwerfen, neu schreiben, beiseite legen, neuerlich korrigieren, insgesamt an die 17mal.
Bis zu einer Lesung eines Auszugs am 2. November 2009 in Potsdam, da schlug der „Kulturmaschinen Verlag“ zu und wollte das Manuskript haben. Nun sind die „Lautsprecher in den Bäumen“ in Berlin angelangt und werden im März 2011 erscheinen.
Ach ja, ein scharfer Kritiker von Werken fremder Autoren ist Hans Bäck auch! Der findet jedes Haar in einer Suppe und kämpft verbissen darum, das typisch „Österreichische“ in der Sprache zu erhalten und wehrt sich vehement gegen die Verpreußung und Germanisierung der österreichischen Literatur. Die „Einkaufstüte“ ist ihm beispielsweise ein Gräuel!
Organisiert für die Mitglieder des Europa Literaturkreis Kapfenberg (und auch für sich selbst) Fortbildungsveranstaltungen, Workshops und Schreibseminare.
Ärgern, ja, ärgern kann er sich über Vieles: Beispielsweise, dass früher noch Gesetze gegolten haben und heute nur mehr die Unschuldsvermutung, da kann er schon einmal die Wände hochgehen und ein paar böse Zeile verfassen.
Oder, wenn die, die seinerzeit angetreten sind, das Los der Menschen zu verbessern, diese Ideale schmählich für ein paar Wahlerfolge verraten haben, da ärgert er sich auch, auch über jene, die diese noch immer wählen.
Freuen, oh ja, freuen kann er sich oft. Bei einem guten Glas Wein, bei einer Fahrt nach Italien mit seiner Lieben, bei einem schönen klassischen Konzert, eben immer dann, wenn ihm die Arbeit ermöglicht sein Leben zu leben! Und daher: immer ein wenig arbeiten um zu leben!
Und die Themen seiner Texte? Nun, wie schon im Roman, aber alles was so unter kommt. Wie der Titel eines ersten Erzählbandes: „Wahre, echte und tatsächlich erlebte Geschichten aus drei Jahrzehnten“
Es gibt sie ja, diese wahren Geschichten, die von Einem zum Andern weiter erzählt werden, immer ein wenig mehr ausgeschmückt, irgendwie kennt man diese Erzählungen. Und wenn es auch so ist, dass mit jedem Neuerzählen der Fisch größer, der Bär gewaltiger und die Liebe betörender wurde ...

Bisher veröffentlicht:

  • Kurzgeschichten, Gedichte in Literaturzeitschriften (Reibeisen, Lichtungen, Sterz) und Anthologien
  • Ein Hörspiel zu einem ORF-Bewerb eingesandt, angenommen aber nicht gesendet (bis heute jedenfalls)
  • Lesungen quer durch Österreich, aber auch in Deutschland und Italien (Südtirol, Triest)
  • „Wahre, echte und tatsächlich passierte Geschichten aus drei Jahrzehnten“
  • Kurzgeschichten im EV 2009
  • Fertiges Manuskript im Schreibtisch über eine eigenartige Beziehung, entstanden gemeinsam mit einer Freundin aus dem Europa Literaturkreis Kapfenberg als E-Mail Projekt „ABER“
  • Weitere Manuskripte im Entstehen. Derzeit über eine Niederösterreicherin, die in Forio auf der Insel Ischia an die österreichischen und deutschen Großmütter, die dort urlauben, die soooo süßen italienischen Babykleider für die Enkelkinder zu Hause verkauft.
Hans Bäck: Lautsprecher in den Bäumen
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Hans Bäck: Lautsprecher in den Bäumen
Hans Bäck war Unternehmensberater und Wirtschaftstrainer und ist nun seit vielen Jahren auch als Literaturvermittler tätig. Er ist Mitbegründer des Europa Literaturkreises Kapfenberg und des Kulturmagazins „Reibeisen“. Zahlreiche Veröffentlichungen in Lit
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