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Jutta Schubert: Zu blau der Himmel im Februar
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Jutta Schubert: Zu blau der Himmel im Februar

Autor(in): Schubert, Jutta
Preis pro Einheit (Stück): 16,90 € (inkl. 7 % MwSt.)

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Alexander Schmorell ist seit Tagen auf der Flucht, als die Geschwister Scholl hingerichtet werden. Mit Hans Scholl hatte er die „Weiße Rose“ gegründet und ihre Flugblätter verfasst. Schmorells Flucht scheitert. Er kehrt nach München zurück. Sein Fahndungsplakat klebt an den Mauern der Stadt. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis er verraten wird.

Jutta Schubert schildert in ihrem Roman „Zu blau der Himmel im Februar“ ein bisher nicht erzähltes dramatisches Schicksal des deutschen Widerstands.

Der Roman basiert auf der Grundlage von Interviews, die die Autorin mit Zeitzeugen, also Familienangehörigen, Freunden und Bekannten von Alexander Schmorell, sowie den anderen Protagonisten der „Weißen Rose“ geführt hat und die inzwischen fast alle verstorben sind. So entstand einerseits ein einzigartiges Dokument seiner missglückten Flucht und andererseits ein Roman, der die Dramatik und Tragik des Scheiterns, das in die Verhaftung und Hinrichtung Alexander Schmorells mündete, auf gekonnte Weise nachzeichnet.

2004 wurde das Theaterstück „Aus den Archiven des Terrors“, das zunächst aus dem Interview-Material mit den Zeitzeugen entstanden war, vom Jungen Schauspiel Ensemble München unter der Regie von Michael Stacheder in der Reithalle München uraufgeführt. In der Süddeutschen Zeitung vom 6.2.2010 hieß es dazu: „Manche Geschichte wird so oft erzählt, dass sie allen Reiz zu verlieren scheint. Doch dann kommt jemand, der sie zu neuem Leben erweckt und plötzlich ist es, als hätte man sie noch nie gehört. […] Die Bühnenfassung des JSEM ist so ein Fall. Der Flut an Filmen und Büchern über die Münchner Widerstandsgruppe im Dritten Reich ist nicht mehr viel hinzuzufügen, und spätestens nach der erfolgreichen Kinofassung haben sich die Bilder der gottesfürchtigen, heldenhaften Sophie Scholl, verkörpert von Julia Jentsch, tief eingebrannt in das mediale Gedächtnis – trotz heftiger Kritik aus Historikerkreisen. […] Doch Regisseur Michael Stacheder und seine Truppe machen alles anders – und sie machen es besser.“

Die Autorin: Jutta Schubert, geboren und lebend in Wiesbaden, studierte Literaturgeschichte und Theaterwissenschaften an den Universitäten Erlangen/Nürnberg und Frankfurt am Main. In den achtziger Jahren war sie Regieassistentin am Schauspielhaus Bochum, bei den Salzburger Festspielen sowie am Burgtheater Wien, sie arbeitete dort mit Claus Peymann, George Tabori, Manfred Karge, Axel Manthey und anderen. Seit 1987 veröffentlichte sie zahlreiche Theaterstücke, Prosa und Lyrik. Sie ist heute als Freie Regisseurin und Dramaturgin tätig.