Familie – man gründet sie und verlässt sie, man liebt sie und man hasst sie, verliert sie und findet sie wieder. Manchmal wird man auch unerwartet von ihr gefunden, so wie ich bei meinem ersten Aufenthalt auf Madagaskar. Es ist lange her, die Familie aber ist geblieben.

Meine letzte Reise nach Madagaskar war ein Abschiedsbesuch. Dada Richard, mein Adoptivvater aus Antananarivo, im Foto oben ganz links, auf der Zeichnung unten in seinem Krankenbett, wollte mich zum Ende seines Lebens noch einmal sehen. Zwischen beiden Bildern liegen fast 27 Jahre. Ich berichte darüber in einer Erzählung, die spätestens diesen Juni in unserem lang erwarteten Lesebuch Die Kult Maschi’n zu lesen sein wird: Madagaskar, intime Fremde

Gibt es Leser dieses blogs, die in Hannover leben? Am 8.3. um 18:30, also sehr bald, halte ich dort bei der Ethnologischen Gesellschaft einen Vortrag. Passend zum Weltfrauentag heißt das Thema „Matriarchinnen auf Madagaskar“. Besucher aller Geschlechter haben freien Eintritt. Die Details stehen hier: http://www.ethno-hannover.de/index.php?id=40 

Madagaskar ist, wie das Erdbeben von Lissabon, ein Beweis dafür, dass Gott entweder nicht existiert oder nicht gerecht ist. Die freundlichsten Menschen der Welt leben dort in unglaublicher Armut und werden Jahr für Jahr von biblischen Plagen wie Dürre, Überschwemmungen und der Pest heimgesucht. Wer Gottes Ungerechtigkeit ein wenig entgegenarbeiten will, ohne die Geländewagen und Villen von Wohltätigkeitsfunktionären zu finanzieren, könnte das hier tun: https://www.feedbackmadagascar.net/cyclone-batsirai-relief.html?utm_medium=email&_hsmi=203387894&_hsenc=p2ANqtz-9iyhQqFXDX1r2hrKQuq-GAyLUEOKCpegDGbMogfITlAmbQpc5yrGYkJlHqjQbqFjkdclH-USv_mPTn3EVzpv0CxbGfcaH6rSQgmRn1WSV1Zdy7-JY&utm_content=203387894&utm_source=hs_email

Auf Wiedersehen in Hannover? Das wäre schön.

 

Christine Sterly-Paulsen