Marco Sagurna

Marco Sagurna, *1961 in Wiesbaden; Studium Germanistik, Kunst, Psychologie sowie berufsbegleitend Kulturmanagement; Volontär Suhrkamp Theater Verlag sowie Verlagsgruppe Ippen; Redakteur an Tageszeitungen sowie Literaturverleger; Gastdozent an der Maharaja Sayajirao University of Baroda / Indien; Pressesprecher. Lebt in Hannover.

Roman: Warmia (Kulturmaschinen 2022). Lyrik: MINIMAL gedichte : einfache auch in FARBE (Kulturmaschinen 2022); MAXIMAL Gedichte – 12 Siebdrucke in Mappe (Künstleredition 1987); als Herausgeber: laub ist ein geruch es ist ein flirren – Neue Gedichte und Bilder vom Herbst, mit Fotografien von Willi Rolfes (Edition Bildperlen 2023); Der Osten leuchtet – Poetische Töne aus Europa, zusammen mit Ralf-Rainer Rygulla (Dielmann 2022); Echte Blüten – Neue deutsche Naturlyrik, zusammen mit Dirk Dasenbrock (Eiswasser 1998); zusammen mit Gunter Geduldig das Dichterbuch too much – das lange Leben des Rolf Dieter Brinkmann (Alano 1994). (Mit)Herausgeber der Literaturzeitschriften GRÖSSENWAHN (1986-1990) und EISWASSER (1996-2002). Autor online: https://marcosagurna.de/.

Foto: Willi Rolfes

Ein Buch voll von Gedichten ÜberKunst. Nicht umgekehrt illustriert. Kein Text zum Bild. Sondern unmissverständlich eine Poesie, die für sich steht. Eine Poesie, die selbst im Stande ist, Bilder hervorzurufen. Denken zu entfachen. Sinnliches zu erwecken. Eine Poesie, die gelesen das Bild ihrer Quelle nicht braucht. Die aber nicht wäre ohne ihre Quelle, die Kunst.
Ein Buch aus Gedichten u n d aus Kunst. Die Lyrik zweisprachig: deutsch und englisch, übersetzt von Petruscha Huber.
Ein Buch, entstanden aus außergewöhnlichen Gesprächen zwischen Künstler*innen, Aussteller*innen, Kurator*innen, Kunst und Autor. Anfangs im Lockdown Corona in klandestinen Treffen auf Abstand in Ateliers, Galerien und menschenleeren Kunsthallen. Mit Maske, Handschuhen und Desinfektionsfläschchen oder im Videotreff, per Mail wie am Telefon und im Austausch von Brief und Paket per Post. Später normalpersönlich.
Ein Buch mit Gedichten und ihnen zur Seite gestellt die Fotografien der dieser Lyrik vorgewesenen Kunst. Bildende Kunst hat eine schreibende Kunst geschaffen. Textpoesie, hervorgerufen von Kunst – und doch Gesang für sich ganz allein.
Ein Buch Gedichte ÜberKunst, das nicht wäre ohne die Arbeiten der Künstler*innen aus Chile, Deutschland, Frankreich, Indien, Österreich, Polen, Südkorea, Japan, Mexiko und den USA. Von Ellen Akimoto, ANDORA, Undine Bandelin, Ariane Boss, FRIDA, Mansha Friedrich, Ha Haengeun, Camille Henrot, Endy Hupperich, Ajay Lakhera, Anne Nissen, Michael Ramsauer, Kerstin Schulz, Marina Schulze, Deborah Sengl, Peter Sengl, three mit Hironori Kawasaki, Namrata Sneha, Nina Rike Springer, Jörg Stein, Lech Twardowski, Sandra Vásquez de la Horra, Armin Völckers und Christina Zurfluh. Gefunden in Ateliers, Galerien, Museen und einem Hotel in Wrocław, Millstatt am See, Salzburg, Wien, Vadodara, Oldenburg, Frankfurt am Main, Leipzig, Lötzbeuren und Hannover.

zweisprachig Deutsch / Englisch, übertragen von Petruscha Huber
114 S., 24 farb. Abb. geb. Lesebändchen, Schutzumschlag, 24 € (ISBN 978-3-96763-286-6)
114 S., 24 farb. Abb. kart. 14 € (ISBN 978-3-96763-285-9)

Pressemappe zu “Gedichte ÜberKunst / Poems OnArt” von Marco Sagurna
Leseprobe “Gedichte ÜberKunst / Poems OnArt” von Marco Sagurna

weitere Titel

Gedichte zünden die Wörter als Böller, sie tanzen, sie trommeln rhythmisch, sie flüstern, sie toben wie Kinder, sie brüllen, sie singen, besingen, sie stiften Gesang. Sie stellen aus, sie verstecken, sie täuschen an und vor. Sie stimulieren, sie betäuben. Sie fiedeln und duften und glimmen und glitzern. Hochnäsig. Kunstfertig. Philosophisch. Kritisch. Ereifernd. Fragend. Ohnmächtig. Ekstatisch. Leise und laut.

Gedichte wühlen im Dreck, sie spucken, sie treten, sie stottern und lallen. Sie dreschen, sie zechen, verkloppen, verklappen. Sie reden chinesisch, sie suchen, sie finden, sie kommen vertraulich, sie fremdeln, sie heucheln, sie biedern sich an. Sie treten die Tür ein, sie säuseln, erfinden, sie haben es satt. So wütend, so traurig, so lustvoll, so ohne Kalkül. 

92 S., geb., 21 € (ISBN 978-3-96763-215-6)
92 S., kt., 14 € (ISBN 978-3-96763-214-9)

Leseprobe “MINIMAL gedichte : einfache auch in FARBE” von Marco Sagurna
Pressemappe zu “MINIMAL gedichte : einfache auch in FARBE ” von Marco Sagurna

»Da steckt ein ganzes epochales Gemälde drin. Die Lebenswelt einer Familie auf einem gut funktionierenden Bauernhof in Ostpreußen in den 30er Jahren: Äcker, Tiere, Arbeit, Gerätschaften, Essen und Trinken, Kindheit, Schulzeit, Kirchgang, Nachbarschaft, Sitten und Gebräuche. Und über allem die politische Lage, der Krieg, die Vertreibung. Und schließlich die Erfahrungen der Fremdheit im Westen Deutschlands … Hier hat ein Gegenwartsautor sich auf das kollektive Trauma seiner Elterngeneration eingelassen. Und auf die Erkenntnis, dass dieses Trauma auch 80 Jahre später keineswegs ausgestanden ist.«
Norddeutscher Rundfunk

340 S., geb., 26 € (ISBN 978-3-96763-212-5)
340 S., kt., 18 € (ISBN 978-3-96763-211-8)

Leseprobe “Warmia” von Marco Sagurna

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Es ist etwas anderes, zu Hause heimatlos zu sein als in der Fremde, wo wir in der Heimatlosigkeit ein Zuhause finden können.

Imre Kertész

Der Kulturmaschinenblog

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