Renate Sattler

Geboren 1961 in Magdeburg; 1984 bis 1987 Studium der Angewandten Kulturwissenschaft an der Fachschule für Klubleiter in Meißen; Tätigkeiten als kulturpolitische Mitarbeiterin und Referentin für entwicklungspolitische Bildung; seit 2007 freischaffende Autorin. Seit 2011 Vorsitzende des Landesverbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller Sachsen-Anhalt. Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland.

Foto:Frontcover "Sternenschaukel"

Gerüche nach Yasmin und Weihrauch ziehen von der Karawanserei in Nikosia durch Zypern, über armenische Berge bis zur Straße von Messina. „Mir flieht die Stunde an der Promenade in Reggio. / Ich falte das Meer zusammen, bis es hinter meine Stirn passt.“ Zurückgekehrt von der Seidenstraße weht an der Ostsee Küstenwind, wo das Feuerschiff Lichtschlitze ins Nebelkleid schlitzt. In Gebeten an Großmutter Mond bittet die Dichterin um Brot für die kleine Greta und für Wolodja um Frieden.

Sternenschaukel“ ist ein Fenster in innere, nahe und ferne Welten.

104 S., geb., 18 € (ISBN 978-3-96763-242-2)
104 S., kt., 13 € (ISBN 978-3-96763-241-5)

weitere Titel

Vielfältig wie das Leben selbst sind Renate Sattlers Erzählungen.
In poetischer Sprache spannen sie einen Bogen von der Antike bis zur Gegenwart und verbinden, gleich Perlen auf einer Kette, Menschen über Ozeane hinweg.
So beleuchtet Renate Sattler den Uranabbau am Wollaston Lake in Kanada und die Auswirkungen auf das Leben der Inuit, wie auch die Vertreibung der indigenen Völker in Neuguinea.
Die Autorin stellt unser tägliches Handeln in die Zusammenhänge der Globalisierung. Sie wirft Fragen zum Umgang miteinander und mit der Natur auf in einer Zeit, in der sich auf der Welt nichts mehr voneinander trennen lässt.

Leseprobe

Renate Sattler: Feuer und Polarlicht (Leseprobe)

{

Du bist eine brennende Flamme. Du wirst dort sicher siegen, wo der letzte Horizont ein Tropfen Blut wird, ein Tropfen Leben, wo du das Universum auf deinen Schultern tragen wirst, wo das Universum deine Hoffnung tragen wird.

Miguel Ángel Asturias

Der Kulturmaschinenblog

Mensch bleiben

Mensch bleiben

In Eugène Ionescos Stück „Rhinocéros“ verwandeln sich die Bewohner der Bühne nach und nach in eine Herde Nashörner. Jeder hat seine guten Gründe. Mensch bleibt nur der schüchterne, ständig alkoholisierte Bérenger, dem es an Ehrgeiz zur Nashornwerdung fehlt. So absurd...

Vom Grauen unter Tannenbäumen

Vom Grauen unter Tannenbäumen

Je suis Scrooge. Ich bin weder reich noch geizig noch einsam, zum Glück, aber ich habe eine Heidenangst vor Weihnachten. Es beginnt im November, wenn der Sommer trotz all meiner Bitten endgültig gegangen ist und die Trinität aus Regen, Wind und Dunkelheit ihre lange,...

150 Jahre in der Hölle

150 Jahre in der Hölle

... je vis que tous les êtres ont une fatalité de bonheur ...   Vor 150 Jahren veröffentlichte Arthur Rimbaud, auf eigene Kosten, die poetische Dokumentation einer Reise nicht in eine, in alle denkbaren Höllen. Er bekam sieben Belegexemplare seines schmalen...