Heike Suzanne Hartmann-Heesch

Geboren 1969, studiert Heike Suzanne Hartmann-Heesch nach dem Abitur Anglistik, Germanistik, Pädagogik und Pädagogische Psychologie an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg und der University of Surrey, England, und arbeitet danach als Fremdsprachenassistentin in England und als Englischlehrerin in der Erwachsenenbildung. Seit 2005 veröffentlicht sie hauptsächlich Erzählungen und Kurzprosa und arbeitet seitdem als Autorin, Korrekturleserin und Sprecherin, unterbrochen durch einen dreijährigen Krankenhausaufenthalt (2009-2011) aufgrund einer Lungentransplantation.

Bisher sind von Heike Suzanne Hartmann-Heesch sieben Bücher veröffentlicht worden, darunter zuletzt „Langer Atem“ (2011), „Die Dinge, wie sie sind“ (2014) und „Möwen hatte ich doch gemeint“ (2017). „Langer Atem“ beschreibt in hauptsächlich dokumentarischer Form eindringlich die lange stationäre Wartezeit bis zu ihrer Lungentransplantation 2010, die Lebenssituation danach, die zunächst durch die Abhängigkeit von Beatmungsmaschine, den damit einhergehenden Sprachverlust, durch Sauerstoff- und Dialysepflichtigkeit gekennzeichnet ist und die Anfänge ihres Weges zurück in einen komplett veränderten Lebensalltag. Einige dieser Aspekte greift die Autorin in ihren Büchern „Die Dinge, wie sie sind“ und „Möwen hatte ich doch gemeint“ in erzählerischer Form noch einmal auf.

2013 wird sie für den Text „Der Mann, der mich liebt“ mit dem Walter-Kempowski-Literaturförderpreis der Hamburger Autorenvereinigung und der Hannelore und Helmut Greve Stiftung für Kultur und Wissenschaft ausgezeichnet. Ihr Text „Bald, bald vielleicht“ gehört 2014 zu den 25 besten des MDR-Literaturpreises. 2015 und 2016 erhält sie für die Texte „Marienkäfer können fliegen“ und „Meer ist Nacht“ jeweils den Publikumspreis der Hamburger „literatur altonale Lesebühne“. 2018 gehört sie mit ihrem Text „Meer ist Nacht“ zu den Preisträgern des 2. Kurzgeschichtenpreises der Hamburger Autorenvereinigung, 2024 mit „Der siebte Tag“ zu den Preisträgern des Preises für Menschen mit Behinderung.

Heike Hartmann-Heesch ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann in Hamburg-Ottensen.

Kontakt unter info@papiersinfonie.de.

Aktuell

In einem Moment scheint alles noch knisternd. Doch bald mischen sich Zweifel in die unbeschwerte Zweisamkeit: Verlöschen wir nicht doch als nutzlose Sternschnuppen? Wenn Liebe schon mit bedauernden Unterton spricht, ist Schweigen nicht fern. Eine Leere schleicht sich in die Träume: War die Liebe von Anfang an nur erfunden?
Und dann geht einer.
In der Hoffnung, er möge zurückkommen, mit verlegenen Tränen und einer Herde innerer Stimmen steht sich die Protagonistin zunächst selbst im Weg. Die Suche nach Hilfe entpuppt sich als nicht einfach mit einer harschen, krakeelenden Verhaltenstherapeutin und einem ständig betrunkenen Gott. Mit schnoddernder Panik, trällerndem Zorn und ausführlichen Flüchen steht sie windschief da. Es dauert, bis sie sich selbst wieder auf Augenhöhe begegnen kann.
Mit bissigem Humor und Ironie, aber auch Melancholie erzählt Heike Suzanne Hartmann-Heesch die klassische Entliebungsgeschichte ganz neu: in Form von Blackout Poetry.
Etwas zerfällt, bevor Neues entsteht.

82 S.,
kart. 11 € (978-3-96763-442-6
)
geb. 18 € (978-3-96763-443-3)

 

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