Peter H. E. Gogolin

… schreibt Romane, Erzählungen, Theaterstücke, Drehbücher, Lyrik und Essays. Für sein umfangreiches schriftstellerisches Werk erhielt er zahlreiche Stipendien und Preise, u.a. den Hamburger Literaturpreis, den Esslinger Stadtschreiberpreis und den Preis der Villa Massimo in Rom. Eines seiner Hauptwerke ist der Roman „Calvinos Hotel“, der eine Trilogie abschließt, in der er sich mit der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert befasst. Zuletzt erschien sein Roman „eine unerzählbare Geschichte“. Davor u.a. „Nichts weißt du, mein Bruder, von der Nacht“, eine Auseinandersetzung mit den Themen Freitod und Depression, sowie sein autobiografischer Band „Kein Jahr der Liebe“. Er ist Mitglied des PEN.

Foto: privat

Die unerzählbare Geschichte“ ist ein Buch der Suche nach einer verlorenen, verschwundenen und sich verbergenden Wirklichkeit. Ausgelöst durch die Behauptung der sterbenden Mutter, sie befinde sich in einem Konzentrationslager, geht der Autor auf fünf verschiedenen Textebenen, in biografischen und fiktionalen Schilderungen den Hinterlassenschaften und Lebensspuren seiner Familie nach. Er sieht sich dabei auch erstmals gezwungen, seine eigenen Kindheitserinnerungen ernst zu nehmen und in ihrem bis dahin verleugneten Zusammenhang zu begreifen, wodurch seine eigene Identität in Frage gestellt wird.

So lässt Peter H. E. Gogolin das komplexe Porträt einer Familie entstehen, die von der Kriegs- und frühen Nachkriegszeit gezeichnet ist und ihre Traumata zwangsläufig an die Kindergeneration weitergeben musste. Ein außergewöhnlich ehrliches Buch.

420 S., geb., 29 € (ISBN 978-3-96763-353-5)
420 S., kt., 19 € (ISBN 978-3-96763-352-8​)

Leseprobe: Die unerzählbare Geschichte von Peter H.E. Gogolin
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Das deutsche Wendejahr 1989 wurde auch für Peter H. E. Gogolin, der das Jahr in Rom verbrachte, weil er für seinen Roman »Kinder der Bosheit« mit dem begehrten Rom-Stipendium der Deutschen Akademie Villa Massimo ausgezeichnet worden war, zu einer Lebenswende. Zu einer Wende allerdings, die nicht ins Offene führte, sondern seine Existenz als Schriftsteller für Jahrzehnte vernichtete.
»Man ertrinkt nicht, weil man ins Wasser fällt.«, schreibt er. »Man ertrinkt, weil man nicht wieder auftaucht. Ich habe nach meinem Romaufenthalt 21 Jahre gebraucht, um wieder aufzutauchen.«
Seine römischen Aufzeichnungen »Kein Jahr der Liebe« sind ein Dokument dieses Lebensabschnitts.

326 S., geb., 28 € (ISBN 978-3-96763-191-3)
326 S., kt., 18 € (ISBN 978-3-96763-190-6)

Pressemappe zu „Kein Jahr der LIebe“ von Peter H.E. Gogolin

Das Journal »Im Totenwald« erzählt aus den Jahren des Kampfes. Vom Zusammenbruch nach dem Tod des Vaters, über legendäre 122 Ablehnungen des Romans »Calvinos Hotel«, der hernach als »einer der vielleicht größten deutschsprachigen Romane des letzten Jahrzehnts« bezeichnet wurde, bis zur Begegnung mit der Verlegerin Simone Barrientos.
Ein Buch über Wiederaufstehen und Neubeginn. »Keiner kehrt nach 21 Jahren zurück. – Aber du kehrst zurück.«

Morgen ist ein anderer Tag – der Titel dieser Erzählsammlung ist Programm. In Gogolins Geschichten bewegen sich die Figuren auf dem schmalen Grat zwischen Alltag und dem Traum von etwas anderem, das darüber hinausweist, zwischen heute und morgen, in ihrer flüchtigen, unbestimmten Realität und der Erwartung, dass die Dinge sich ändern, sich bessern mögen. Manche brechen mit dieser Erwartung dann auch auf, um nach dem Neuen, dem Dahinter zu suchen. Ob und was sie finden werden, bleibt ungewiss. Andere verharren, weil es einfacher ist, bequemer und ihnen weniger abverlangt. Doch ist das die Lösung? Nun ja, man wird sehen. Denn morgen ist ein anderer Tag.

218 S., geb., 26 € (ISBN 978-3-96763-236-1)
218 S., kt., 16 € (ISBN 978-3-96763-135-4)

Leseprobe „Morgen ist ein anderer Tag“ von Peter H.E. Gogolin
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Pressemappe zu „Morgen ist ein anderer Tag“ von Peter H.E. Gogolin
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